Was passiert mit Arbeitskleidung, die nicht mehr getragen werden kann? Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem niederländischen Justizvollzugsdienst Dienst Justitiële Inrichtingen (DJI) und Vepa erhält ausgediente Kleidung eine überraschende neue Verwendung. Die Kleidung wird zu einem Rohstoff für einen neuen Möbelstoff verarbeitet, mit dem bestehende Möbel neu bezogen werden. So kehrt das Material schließlich zu DJI zurück – allerdings in einer völlig neuen Form.
Mittlerweile wurden bereits mehr als 1.000 Stühle und Sitzmöbel mit diesem zirkulären Möbelstoff ausgestattet. Die Zusammenarbeit zeigt, wie Abfallströme innerhalb einer Organisation wieder als wertvolle Rohstoffe genutzt werden können.
Dienst Justitiële Inrichtingen (DJI) und Vepa geben ausgedienter Kleidung von Mitarbeitenden und Inhaftierten eine neue Verwendung. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern haben wir einen neuen Möbelstoff entwickelt, bei dem alte Kleidung als Rohstoff wiederverwendet wird.
Dabei ist es nicht bei einem vielversprechenden Konzept geblieben. Der Stoff wurde umfassend getestet, weiterentwickelt und hat sich inzwischen in der Praxis bewährt. So entsteht ein besonderer Kreislauf: Material, das bei DJI anfällt, kehrt schließlich als Bestandteil der Inneneinrichtung zur Organisation zurück.
Ein zirkuläres Material zu entwickeln, ist eine Sache. Es muss sich aber auch für den intensiven täglichen Gebrauch eignen. Deshalb wurde bei der Entwicklung nicht nur auf den Anteil wiederverwendeter Materialien geachtet, sondern auch auf Eigenschaften wie Qualität, Optik und Strapazierfähigkeit. Der Möbelstoff wurde umfassend getestet, bevor er tatsächlich zum Einsatz kam. Mittlerweile wird der Stoff für den Neubezug von Stühlen und Sitzmöbeln bei DJI verwendet. Durch die Aufarbeitung bestehender Möbel erhalten nicht nur die Textilfasern ein zweites Leben. Auch die Lebensdauer der Möbel selbst wird verlängert. Dadurch werden weniger neue Rohstoffe benötigt und vorhandene Materialien bleiben länger in Gebrauch.
Was als zirkuläre Idee begann, wird inzwischen in immer größerem Umfang umgesetzt. Mehr als 1.000 Stühle und Sitzmöbel wurden bereits mit dem neuen Stoff ausgestattet. Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn verschiedene Partner innerhalb der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Abfall wird zum Rohstoff, bestehende Möbel werden weiterverwendet und Materialien bleiben so lange wie möglich im Kreislauf.
Die Zusammenarbeit zwischen DJI und Vepa findet inzwischen auch außerhalb der beiden Organisationen Beachtung. Das Projekt wurde für die Duurzame Dertig, nominiert, eine niederländische Initiative, die nachhaltige Projekte und innovative Lösungen aus den Niederlanden in den Mittelpunkt stellt. Für Vepa ist die Nominierung vor allem eine schöne Anerkennung für die gemeinsame Arbeit an einer zirkulären Wertschöpfungskette. Die Stärke des Projekts liegt dabei nicht nur im Endprodukt, sondern insbesondere in der Zusammenarbeit, die notwendig ist, um Materialien tatsächlich wiederverwenden zu können.
Für dieses Projekt kann unter www.duurzamedertig.nl/stemmen abgestimmt werden. Die Gewinner werden am 27. Oktober bekannt gegeben.
Um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Informationen über Ihr Gerät zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder Besucher- IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Zustimmung nicht erteilen oder widerrufen, können bestimmte Inhalte und Funktionen beeinträchtigt werden.